pixelgenau?

30. August 2015

pixelgenau?

Pixelgenaues Webdesign versus SEO

Immer wieder haben Kunden Wünsche wie „können Sie das noch einen mm nach links verschieben“ oder „… lieber noch genau 3 mm nach oben positionieren“. Ok, stellt sich die Frage, was ist ein mm was sind 3 mm?

Webseitenbetreiber müssen sich im Klaren sein, dass Ihre Internetseite von vielen unterschiedlichen Menschen, die wiederum über genauso viele unterschiedliche Medien verfügen besucht und betrachtet werden. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Bedürfnisse der Internetnutzer sind die Medien jeweils unterschiedlich eingestellt, was sich insbesondere bei der Auflösung bemerkbar macht.  Hat ein Nutzer eine hohe Auflösung eingestellt, dann werden mehr Pixel angezeigt und umgekehrt.

Wenn eine Webseite responsive ist, dann ist sie in der Lage sich den unterschiedlichen Ausgabemedien anzupassen. Aber dies nicht pixelgenau, da die Nutzer einer jeweiligen Mediengruppe wiederum unterschiedliche Einstellungen haben. Man kann sagen, dass eine Wahrscheinlichkeit, dass etwas genau so angezeigt wird auf einem Medium hoch oder niedrig ist. Aber man kann nie sagen, dass etwas genau und exakt so auf einem Medium angezeigt wird.

Aus dem geschilderten Grund ist pixelgenaues Webdesign komplett sinnfrei.

Es gibt Umgehungsmöglichkeiten mit deren Einsatz man nahezu pixelgenau arbeiten kann. Doch diese Art des Webdesign ist in Zusammenhang mit dem Wunsch, dass die Internetseite den Webstandards entsprechen soll und schnell von den Suchmaschinen indiziert wird und überhaupt eine gute Stellung in den Suchmaschinen erhält, nicht vereinbar.

Was ist wichtiger? Eine pixelgenaue Ausrichtung von etwas oder eine gute Listung in den Suchergebnislisten der Suchmaschinen?

Diese Frage sollten sich Webseitenbetreiber immer stellen. Und wenn sie nicht gefunden werden wollen, dann stellen Sie doch einfach Bilder ein: die sehen immer gleich aus und können nur von Sehenden gelesen werden. Suchmaschinen sind blind.

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